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Gaming-Bildschirm

Egal ob man ihn Gaming-Bildschirm, Gaming Monitor, Pc Bilschirm oder einfach Mattscheibe nennt, der Pc Bildschirm ist eine der wichtigsten Hardwarekomponenten eines Computersystems. Denn was nützt die beste Grafikkarte, der schnellste Prozessor oder die lauteste Soundanlage, wenn man keinen Bildschirm hat, der das von der Grafikkarte berechnete Bild darstellen kann.

Da der Elektronikmarkt praktisch überschwemmt ist mit Monitoren und anderen Anzeigegeräten, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht Ihnen bei der Wahl des richtigen Gaming-Bildschirms behilflich zu sein. Dazu finden Sie auf unserer Internetseite zahlreiche Vergleiche, Testberichte und Produktbeschreibungen. Wir bieten Ihnen aber auch Fachwissen über die verschiedenen erhältlichen Panelarten von Bildschirmen, Hintergrundbeleuchtungen und verschiedene Technologien, wie z.B. NVIDIA G-Sync und AMD FreeSync.

 

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Finde den perfekten Gaming-Bildschirm

Bildschirm ist natürlich nicht gleich Bildschirm und gerade im Bereich Gaming-Bildschirm gibt es große Unterschiede. Häufig liest man Begriffe wie Reaktionszeit, Bildwiederholfrequenz, Bildsynchronisation und anderen recht technischen Begriffen wie VA- oder TN-Panel.

Gaming-Bildschirm Asus ROG PG348Q

Worauf es bei einem guten Gaming-Bildschirm ankommt und was hinter diesen ganzen Begrifflichkeiten steckt, werden wir im folgenden kurz erläutern. Einige der komplexeren Themen werden hier nur in den Grundlagen erläutert. Zu diesen Themengebieten werden wir Ihnen gesonderte Artikel zur Verfügung stellen, die die jeweiligen Themen noch näher beleuchten.

 

Die Displaygröße

Die Displaygröße eines Monitors ist einer der wenigen Faktoren, die eher vom Geschmack des Nutzers, als von der technischen Relevanz abhängt. Der Eine mag es, wenn er den Bildschirm komplett im Blick hat ohne den Kopf zu sehr bewegen zu müssen. Für den nächsten kann der Gaming-Bildschirm gar nicht groß genug sein. (Die beliebtesten Größen liegen übrigens zw. 24 und 27 Zoll.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Vor- und Nachteile für kleinere sowie größere Bildschirmdiagonalen. Kleine Bildschirme hat man, wie oben bereits erwähnt, auf einen Blick komplett erfasst. Das führt dazu, dass die Nackenmuskulatur nicht so stark bzw. nicht so schnell ermüdet, wie bei größeren Geräten. Man spart sich einfach die Bewegung des Kopfes nach links bzw. rechts.

Der Vorteil von großen Bildschirmen liegt ganz einfach in ihrer Größe. Bildschirminhalte können größer bzw. schärfer dargestellt werden und beim Spielen am PC steigt der Spaßfaktor enorm, wenn man einen großen Bildschirm nutzt. Man ist viel näher am Spielgeschehen und kann einfach in die digitale Welt abtauchen.

Gaming-Bildschirm LG 34UC97-S

Fazit

Die Displaygröße ist eher Geschmackssache und Sie sollten einfach nach ihren Vorlieben gehen. Wenn Sie sich wirklich unsicher sind, empfehlen wir immer den Gang in einen Elektronikgeschäft, um sich die Größenverhältnisse besser vorstellen zu können.

 

Das Bildschirmformat

Obwohl es vereinzelt noch andere Formate außer 16:9 und 21:9 gibt, gehen wir nur auf die eben genannten ein. Sie sind heute der gängige Standard bei Gaming-Bildschirmen und in unseren Augen auch die sinnvollsten.

16:9

Das wohl am weitesten verbreitetste Format ist 16:9. Dieses Format ist praktisch der Nachfolger von 4:3 und hatte seinen Siegeszug zusammen mit den ersten LCD-Bildschirmen. Es ist an das Kinoformat angelehnt und wurde aus praktischen Gründen eingeführt. Wer mehr zu der Geschichte erfahren möchte kann hier nachlesen.

Da 16:9 der gängige Standard ist, gibt es keine Vor- bzw. Nachteile. Es ist ein altbewährtes Format und eignet sich zum Spielen ebenso wie für Büroaufgaben. Wer allerdings Hardcore Gamer ist oder auf technische Neuerungen steht, sollte sich Gaming Monitore mit dem 21:9 Verhältnis genauer ansehen!

21:9

Dieses Verhältnis kommt aus der Filmindustrie bzw. aus dem Kino. Viele Filme werden im Verhältnis 2,35:1 gedreht, was 21:9 entspricht.

Wobei wir schon bei dem ersten Vor- und gleichzeitig Nachteil sind. Wer gerne Kinofilme am PC guckt, hat mit einem Bildschirm dieses Formats den Vorteil, dass es keine schwarzen Balken oben und unten am Bildschirmrand gibt.

Die meisten TV-Serien z.B. sind aber im Verhältnis 16:9 aufgenommen, d.h. bei diesen Videos entstehen dann schwarze Balken. Allerdings nicht oben und unten sondern links und rechts im Bildschirm.

Aber kommen wir zu dem wirklichen Mehrwert dieser Gaming-Bildschirme. Sie sind einfach wie geschaffen fürs Gaming. Durch den in die Länge gezogenen Bildschirm entsteht eine enorm große Sichtfläche, die man vorher nicht hatte. Bei Autorennspielen mag das keinen enormen Vorteil bieten, da man fast ausschließlich mehr Straßenrand sieht aber bei Shootern oder Strategiespielen könnte man schon fast von einem unfairen Vorteil gegenüber herkömmlichen Formaten sprechen.

Gegner können viel schneller wahrgenommen werden, einfach weil sie viel früher im Sichtfeld des Spielers auftauchen und allgemein wirkt das Spiel viel lebendiger und man fühlt sich viel stärker integriert.

Gaming-Bildschirm LG 34UC97-S

Achtung: Es sollte dennoch nicht unerwähnt bleiben, dass es immer noch Software gibt, die für den Einsatz auf Bildschirmen im Format 21:9 nicht optimiert ist. Es kann also zu verzerrten Darstellungen oder Programmabstürzen kommen. Informieren Sie sich also vor dem Kauf, wenn Sie auf bestimmte Software angewiesen sind.

Fazit

Wer ein Gaming-Erlebnis der Extraklasse wünscht, der kommt um einen Gaming-Bildschirm im Format 21:9 fast nicht herum. Stellt aber vorher sicher, dass ihr auch genug Platz auf dem Schreibtisch habt 😉

 

Die Reaktionszeit

Die Reaktionszeit eines Monitors beschreibt die Zeit, die er benötigt um den Bildschirminhalt zu wechseln. Genauer gesagt ist es die Zeit, die benötigt wird um einen Pixel umzuschalten.

Dabei gibt es zwei verschiedene Methoden diese Zeit anzugeben. Die erste Methode ist die „Black-White-Time“. Sie bezeichnet die Zeit, die ein Pixel benötigt um von Schwarz nach Weiß und wieder nach Schwarz zu schalten.

Die zweite Methode ist die, die auch von den Herstellern für die Produkte angegeben wird. Sie nennt sich „Grey-To-Grey“ (GTG) also Grau-zu-Grau-Zeit. Diese Zeit ist in der Regel deutlich kürzer als die Schaltzeit zwischen Schwarz und Weiß und liegt auch deutlich näher an der Praxis. Im Praxiseinsatz findet ein kompletter Wechsel von Schwarz nach Weiß oder umgekehrt fast nie ohne Zwischenbilder und somit Zwischenfarben statt.

Ein guter Gaming-Bildschirm sollte je nach Paneltyp einen maximalen GTG-Wert von 4 ms aufweisen.

Je höher dieser Wert liegt umso stärker neigt der Bildschirm dazu schnelle Bewegungen verschmiert darzustellen. Vor allem in schnellen Shootern wie DOOM o.ä. ist eine Schlierenbildung von Nachteil.

 

Bildwiederholfrequenz

Bei der Bildwiederholfrequenz geht der Trend eindeutig zu immer höheren Frequenzen. Der Standard beim Gaming-Bildschirm liegt derzeit bei 144 Hz. Wer sich einen neuen Bildschirm zulegen möchte, sollte sich unserer Meinung nach auch nicht mit weniger als 144 Hz zufrieden geben. Das sorgt für ein flüssiges Gameplay und eine klare Darstellung in jeder aktiongeladenen Szene.

 

Der Paneltyp

Die drei unterschiedlichen Paneltypen von Gaming-Bildschirmen werden hier nur kurz vorgestellt. Eine Ausführliche Vorstellung der jeweiligen Paneltypen lässt sich unter den angegebenen Links finden.

TN-Panel (Twisted Nematic)

Das TN-Panel wird am häufigsten Eingesetzt. Zumindest aktuell noch, den die anderen Techniken holen langsam aber sicher auf.

TN-Panels haben vor allem für Gaming-Bildschirme einen enormen Vorteil und das ist ihre super schnelle Reaktionszeit. Diese beträgt meistens 1 ms (GTG), was blitzschnelle Bildwechsel möglich macht.

Die Nachteile dieser flinken Panels sind dagegen ihre eingeschränkte Blickwinkelstabilität, d.h. man muss exakt gerade auf den Bildschirm schauen, um die Farben so wahrzunehmen, wie sie sein sollen. Die Farben ändern sich also mit der Änderung des Blickwinkels.

Allgemein ist die Farbdarstellung auf TN-Panels eher schwach. Bunte Farben wie z.B. rot werden häufig zu prägnant dargestellt, was das Bild unnatürlich wirken lässt. Man muss dazu allerdings sagen, dass das den meisten Menschen nur auffällt, wenn sie einen Vergleichsbildschirm mit anderem Panel haben.

IPS-Panel (In-Plane-Switching)

Ein Gaming-Bildschirm mit IPS-Panel war vor wenigen Jahren noch undenkbar, da die Reaktionszeit dieser Displays viel langsamer war als die von TN-Panels. Mittlerweile hat diese Technik aber aufgeholt und es gibt Modelle mit Reaktionszeiten um die 4 ms. Das ist zwar immer noch 4 mal langsamer als die TN-Technik, dafür bietet IPS Gamern aber andere Vorteile. Und 4 ms sind auch für sehr schnelle Spiele noch ok, wenn man nicht gerade ein Profi-Gamer ist.

Die Blickwinkelstabilität und der Kontrastwert der IPS-Bildschirme ist denen der TN-Geräte deutlich überlegen. Das führt dazu, dann man auch größere Monitore nutzen kann, ohne dass sich, aufgrund des Blickwinkels, die Ecken des Bildschirms verfärben.

MVA/PVA-Panel (Multi-domain/Patterned Vertical Alignment)

Zuerst sei angemerkt, dass es sich bei dem PVA-Panel um eine Weiterentwicklung des MVA-Panels handelt und diese zwei Techniken deswegen zusammen betrachtet werden können.

Diese Panels bieten das, optisch betrachtet, beste Bild. Es ist brilliant, farbenfroh und trotzdem natürlich. Der Kontrast sowie die Blickwinkelstabilität sind nochmals deutlich besser als bei einem IPS-Panel. Nun folgt jedoch das große ABER.

Als Display für einen Gaming-Bildschirm sind diese Panels meist eher ungeeignet. Die langen Reaktionszeiten dieser Technik liegen leider (bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen) weit oberhalb von 4 ms, was ein schlierenfreies Gamingerlebnis nicht mehr ermöglicht.

Fazit

Ob man einen Gaming-Bildschirm mit TN- oder IPS-Panel kauft, hängt vor allem von der Nutzung des Monitors ab. Spielt man ausschließlich schnelle Spiele, sollte man zu einem TN-Panel greifen.